temporary_supermarket-webaBezüglich der Genehmigung der Aufstellungen von Leichtbauhallen kommen in Deutschland generell 2 verschiedene Verfahren zum Tragen: Die Genehmigung als Fliegender Bau gemäß DIN EN 13782 oder die Genehmigung als Permanenter Bau gemäß DIN EN 1991.

Fliegender Bau nach DIN EN 13782

Als „Fliegender Bau“ werden generell temporäre Bauten wie Zelte, Fahrgeschäfte oder eben auch Leichtbauhallen und Lagerzelte kategorisiert.

„Fliegende Bauten“ bedürfen keiner Baugenehmigung im herkömmlichen Sinne, sondern müssen beim Bauamt angemeldet werden, woraufhin meist durch einen Überwachungsverein wie dem TÜV eine Abnahme stattfindet und die Halle genutzt werden darf. Maßgeblich für die fliegenden Bauten ist die Ausführungsgenehmigung. Dieses Dokument kann von HTS erstellt werden.

Der Vorteil einer Genehmigung als „Fliegender Bau“ besteht zum einen darin, dass kein Bauantrag geprüft werden muss und dadurch eine große Zeitersparnis entsteht.

Zum anderen können Fliegende Bauten im Boden mit Erdnägeln verankert werden, so dass keine Fundamente für die Halle gegossen werden müssen.

In der Verwaltungsvorschrift für fliegende Bauten ist eine maximale Aufstelldauer von 3 Monaten für Leichtbauhallen vorgesehen. Die Aufstelldauer kann jedoch durch das Bauamt verlängert werden, wenn nachgewiesen wird, dass die Halle tatsächlich temporär steht, also irgendwann wieder abgebaut wird. Dies kann zum Beispiel durch einen Mietvertrag nachgewiesen werden. Das Bauamt verlangt dann zumeist, dass die Halle die ortsspezifischen Anforderungen an Schnee- und Windlast erfüllt. Unsere Standard Leichtbauhallen decken daher 70% der Fläche Deutschlands an Wind- und Schneelasten ab. Für besondere Schneelasten wie in den Alpen oder besondere Windlasten wie in Küstennähe können wir maßgeschneiderte Hallen erstellen, die nach den Gegebenheiten verstärkt werden.

Permanenter Bau nach Baurecht

Wenn eine Halle permanent aufgestellt werden soll, ist eine Baugenehmigung mit einer Statik nach DIN EN 1991 notwendig. Hierbei verhält es sich ganz wie beim Häuserbau. Es muss eine ortsspezifische Statik erstellt werden, die vom Bauamt bzw. einem Prüfingenieur gegengeprüft wird. Hiernach kann der Bauantrag erteilt werden.

Für einen Bauantrag nach Baurecht ist es sinnvoll, einen Architekten zu beauftragen, der den Antrag formgerecht einreicht.

Auch temporäre Hallen, die das Bauamt nicht als „Fliegenden Bau“ genehmigen kann, müssen als permanenter Bau beantragt werden, obwohl sie eigentlich wieder abgebaut werden.

Fazit

Generell ist es beim temporären Einsatz einer Leichtbauhalle empfehlenswert, beim Bauamt nachzufragen, ob eine Möglichkeit der Genehmigung als Fliegender Bau besteht. Dass die Halle temporär aufgebaut wird, kann nötigenfalls durch einen Mietvertrag nachgewiesen werden.

Sollte das Bauamt mit einer Aufstellung als „Fliegender Bau“ nicht einverstanden sein, muss ein Bauantrag gestellt werden.

Für beide Genehmigungsvarianten bringen unsere Leichtbauhallen die notwendigen Dokumente mit.