Modulares Gebäude vom Hersteller HTS INDUSTRIEModulare Gebäude können sich stark in Größe, Design, den verbauten Komponenten und Materialien sowie den Anwendungsbereichen unterscheiden, für die sie geeignet sind. Viele modulare Gebäude werden vollständige an einem anderen Standort vorgefertigt und mehr oder weniger schlüsselfertig am Standort aufgestellt. Andere werden in mehreren Teilen standortfremd gefertigt. Bei modularen Lagerhallen werden die Rahmen im Werk gefertigt und an den Standort transportiert, wo ein Rahmenabschnitt nach dem anderen aufgebaut wird. Die entsprechenden Wand- und Dachpaneelen werden dann ergänzt. 

Diese und viele andere modulare Gebäude haben eines gemeinsam: typischerweise werden sie an einem anderen Standort vorgefertigt.

Standortfremde Konstruktion

Standortfremde Konstruktion bezieht sich darauf, dass Gebäude in einem Werk vorgefertigt und dann an den jeweiligen Standort transportiert werden. Dazu gehören modulare Gebäude, die schlüsselfertig und direkt nach ihrer Aufstellung mithilfe eines Krans nutzbar sind; sowie Gebäude, deren Komponenten in einem Werk gefertigt, an den Standort transportiert und abschnittsweise aufgestellt werden.
Dieser Prozess bietet große Vorteile, die sich auf die Bereiche Abfallmengen, Geschwindigkeit, Kosten und Steuerung konzentrieren. Auch wenn die deutliche Reduzierung von Abfälle bei einer standortfremden Konstruktion im Mittelpunkt steht, dürfen Vorteile bei der Geschwindigkeit, den Kosten und der Steuerung, die zu einer Senkung der allgemeinen Umweltbelastung beitragen, nicht vernachlässigt werden.

Abfall

Durch den Bau modularer Gebäude in einer gesteuerten Werksumgebung entstehen weniger Abfälle. Produktionsstätten, die CNC-Maschinen (computergesteuerte Werkzeugmaschinen) verwenden, arbeiten mit wesentlich höherer Präzision und reduzieren dadurch die Fehleranfälligkeit und damit Abfälle.

Sämtliche Abfälle, die während der Fertigung in einem Werk anfallen, sind potenziell einfacher zu recyceln, da sie direkt in den bestehenden Recyclingkreislauf des Unternehmens fließen. Bei der herkömmlichen Bauweise am Standort fallen also nicht nur mehr Abfälle an – sie müssen meist durch externe Dienstleister abgeholt werden und enden oft auf Deponien, die langfristige Schäden an der Umwelt verursachen.

Geschwindigkeit und Kosten

Die Vorfertigung von modularen Gebäuden in einem Werk bedeutet eine zügige und gesteuerte Standardfertigung. Die abschließenden Baumaßnahmen am Standort beschränken sich auf ein Minimum. In den meisten Fällen bedeuten kürzere Montagezeiten geringere Störungen an den Abläufen vor Ort und geringere Kosten.

Es werden deutlich weniger Konstruktionsteams, Projektmanager, Subunternehmer, Logistik, Anlagen und Lieferanten benötigt. Verzögerungen aufgrund schlechter Witterung oder schlechter Bedingungen vor Ort werden spürbar reduziert.

Tatsächlich ist für den Aufbau der meisten modularen Gebäude lediglich ein Bautrupp in einem Fahrzeug mit einem Bauleiter erforderlich.
All dies führt zum Einsatz einer geringeren Anzahl von Fahrzeugen und Fahrten zur und von der Baustelle. Dies wiederum reduziert die Kraftstoffkosten, Transportzeiten, Lärmbelästigung, Störungen und Umweltbelastung aufgrund von Emissionen – ganz abgesehen von den Beeinträchtigungen für den Kunden während der Durchführung des Projekts.
Um nochmals zum Abfall zurückzukommen: da üblicherweise vor Ort keine Abfälle anfallen, wird keine Zeit für das Sortieren und die Beseitigung von Abfällen vergeudet.

Steuerung

Der gesteuerte und systematische Ansatz einer Fertigung im Werk eliminiert die Anfälligkeit gegenüber unterschiedlich qualifizierten Arbeitern und Subunternehmen sowie den wechselnden Standards von Maschinen, Geräten, Prozessen und Kontrollen externer Anbieter.
Diese Kombination aus der Steuerung menschlicher Arbeit mit hochtechnologischen Anlagen führt zu einer Minimierung von Fehlern und den daraus resultierenden Verzögerungen und Abfällen.

Modulare Gebäude sind normalerweise Standardanfertigungen und bestehen deshalb aus einer geringen Anzahl unterschiedlicher Materialien und Komponenten. Die verwendeten Materialien werden jedoch in großen Mengen verwendet, was sich auch in der Abfallmenge niederschlägt. Fehler verursachen nicht nur hohe Kosten sondern auch Probleme bei der Entsorgung, die im Falle von Deponien gravierende Auswirkungen auf die Umwelt haben können.

Glücklicherweise werden modulare Gebäude auch zukünftig werkseitig vorgefertigt und haben somit keine oder nur geringe Auswirkungen auf die Umwelt. Möglicherweise werden diese den Bau neuer privater und kommerzieller Immobilien im 21. Jahrhundert zunehmend prägen.